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Rechtsanwalt Dr. Herr aus Kassel ist ausschließlich als Familienrechtler tätig. Seine Tätigkeit auf dem Gebiet des Familienrechts umfasst daher insbesondere die Themen Scheidung, Unterhalt (Kindesunterhalt und Ehegattenunterhalt), Kindschaftsrecht (Sorgerechtsverfahren und Umgangsrechtsverfahren), Ehevermögensrecht (Zugewinnausgleich, Gütertrennung, Eheverträge), Versorgungsausgleich usw.

Der Kernbereich des Familienrechts umfasst das Eherecht, das Verwandtschaftsrecht und das Vormundschafts- und Betreuungsrecht. Im Rahmen des Verwandtschaftsrechts ist hervorzuheben das Elternrecht inklusive der Rechte als Vater und der Rechte als Mutter.

Das Familienrecht ist auch Statusrecht. Es hat die Aufgabe, den familienrechtlichen Status einer Person zu definieren und festzulegen, welche Rechtsfolgen sich daraus ergeben. Beispielsweise regelt es, wer mit wem verwandt ist und was dies für die miteinander verwandten Personen bedeutet. Es regelt auch die Vorraussetzungen und Rechtsfolgen einer Eheschließung.

Hier wird die Ordnungsfunktion des Familienrechts deutlich, was bedeutet, dass es den betroffenen Personen rechtliche Vorgaben zur Verfügung stellt, also ein gesetzliches Regelwerk, das von selbst gilt, ohne dass es eigens vertraglich vereinbart werden müsste. Dieses Regelwerk ist teilweise zwingend, teilweise abdingbar, was bedeutet, dass im Rahmen der so genannten Vertragsfreiheit abweichende Regelungen vereinbart werden können, etwa zwischen Ehegatten durch Eheverträge. Das Familienrecht schützt auch die Familienmitglieder, was in Art. 6 GG geregelt ist. Art. 6 GG hat verschiedene Funktionen. Er enthält zunächst eine so genannte Institutsgarantie. Das Recht auf Ehe und Familie sowie der Schutz des Privat- und Familienlebens sind unabdingbar geschützt. Die bürgerliche Ehe und die moderne Kleinfamilie sind als solche in gewissem Rahmen unantastbar. Es gilt dies jedoch, was das Familienrecht des BGB anbelangt, nur für die bürgerliche Ehe, nicht für die kirchliche Ehe. Art. 6 GG ist ferner eine Grundsatznorm, die den Staat verpflichtet, Ehe und Familie zu bewahren und zu fördern. Aus dem bisher Gesagten folgt drittens, dass Art. 6 GG den betroffenen Ehegatten und Familienmitgliedern ein Abwehrrecht gegen staatliche Eingriffe zur Seite stellt. Daher können auch Gerichtsurteile unter bestimmten Voraussetzungen verfassungsrechtlich beanstandet bzw. vor dem Bundesverfassungsgericht angegriffen werden. Desweiteren normiert Art. 6 GG das Elternrecht insbesondere in seinen Ausprägungen des elterlichen Sorgerechts und des Umgangsrechts. Schließlich schützt Art. 6 GG auch das nichteheliche Kind und seine Eltern, wobei es sich insbesondere um einen Diskriminierungsschutz handelt, der verhindern will, dass die aus einer nichtehelichen Geburt hervorgehenden Sachverhalte anders beurteilt werden als bei einer ehelichen Geburt.

Die bereits angesprochene Möglichkeit, familienrechtliche Beziehungen durch Eheverträge zu regeln, ist nach alledem zwangsläufig beschränkt. Abgesehen davon, dass solche Verträge nicht sittenwidrig sein dürfen, dürfen sie auch die durch das Grundgesetz (Art. 6) geschützten Rechte nicht beeinträchtigen. Deshalb steht Eltern zum Beispiel die Regelung des Sorgerechts und des Umgangsrechts betreffend ihrer gemeinsamen Kinder nicht zur Disposition. Hier übt der Staat ein Wächteramt aus und entscheidet letztlich durch die Gerichte darüber, was dem Wohl des Kindes am besten dient. Außerdem dürfen Eheverträge nicht sittenwidrig sein und sie dürfen auch den Kernbereich des Eherechts nicht verletzen. Zwar gehen die Gerichte davon aus, dass Ehegatten, wenn sie einen Vertrag schließen, hierbei, entsprechend ihren ehelichen Pflichten, ein ausgewogenes Ergebnis erzielen. Nicht mehr ausgehen kann man hiervon jedoch bei ersichtlich gestörter Vertragsparität. Hat einer der Vertragsbeteiligten ein starkes Übergewicht, so dass er den Inhalt faktisch einseitig bestimmen kann, kann dies dazu führen, dass der Vertrag entweder nichtig ist oder später angepasst werden muss. Auch eine besonders einseitige Aufbürdung von Lasten (evidentes Ungleichgewicht) kann eine Rolle spielen. Für die Beurteilung einer solchen Disparität sind entscheidend die Lebensplanung und das Ehemodell der Ehegatten. Es ist zu prüfen, wer hiervon durch den Ehevertrag was aufgibt.

Ein sehr umfassendes Feld ist bereits das Eheschließungsrecht. Der Eheschließung geht das Verlöbnis voraus. Bei der Eheschließung selbst spielen die Fragen von Ehefähigkeit und Geschäftsfähigkeit eine Rolle sowie bestimmte Eheverbote (Bigamie, Verwandtschaft). Es müssen auch bestimmte Formalitäten eingehalten werden. Beim Verstoß gegen Eheverbote oder von Formvorschriften kann es zu einer Nichtehe oder einer fehlerhaften Ehe kommen.

Die Ehe verpflichtet die Ehegatten zur ehelichen Lebensgemeinschaft. Diese findet ihren sichtbaren Ausdruck im Ehenamen. Ehegatten sind einander auch zur ehelichen Treue verpflichtet. Die gesellschaftliche Bewertungen, wie eine Ehe im Hinblick auf die Verpflichtungen zu beurteilen sei, wandeln sich im Lauf der Zeit.

Zu den Rechtsfolgen der Eheschließung gehört auch das sogenannte Ehevermögensrecht. Hier geht z.B. um die Rechtsverhältnisse an Wohnung und Hausrat und darum, dass, wenn ein Ehegatte Geschäfte zur Deckung des Lebensbedarfs tätigt, der andere Ehegatte mitverpflichtet wird. Am Ende der Ehe findet bei gesetzlichem Güterstand, d.h. ohne Ehevertrag mit abweichenden vermögensrechtlichen Vereinbarungen, ein Zugewinnausgleich statt, der eine gerechte Verteilung der in der Ehe erworbenen Güter herbeiführen soll. Hier haben die Ehegatten jedoch eine Vertragsfreiheit und können Gütertrennung vereinbaren oder Gütergemeinschaft. Gütertrennung bedeutet, dass der in der Ehe erzielte Zugewinn nicht ausgeglichen wird. Um dem benachteiligten Ehegatten nicht rechtlos zu stellen gewährt die Rechtsprechung ausnahmsweise Sonderansprüche trotz Gütertrennung, wenn das Ergebnis unerträglich und krass ungerecht wäre. Diese Anspruchsgrundlagen nennt man konkludente Ehegatteninnengesellschaft, ehebezogene Zuwendung (auch ehebedingte Zuwendung genannt) und familienrechtlichen Kooperationsvertrag. Auch ein Gesamtschuldnerausgleich und Gesamtgläubigerausgleich ist möglich, wenn z.B. beide Ehegatten für Schulden haften, nur ein Ehegatte die Schulden begleicht und auch noch nach der Trennung hierauf Abzahlungen leistet.

Natürlich regelt das Familienrecht auch den Unterhalt, und zwar getrennt nach Kindesunterhalt und Ehegattenunterhalt.

Alle Unterhaltsansprüche folgen einem bestimmten juristischen Grundschema: zunächst muss gesetzlich geregelt sein, dass Unterhalt verlangt werden kann. Beispielsweise regelt § 1361 BGB den Unterhalt bei Getrenntleben. Zweitens muss derjenige, der den Unterhalt begehrt, einen bestimmten Bedarf nachweisen. Bei Kindern richtet sich der Bedarf nach der Lebensstellung der Eltern, bei Ehegatten nach den ehelichen Lebensverhältnissen. Drittens muss derjenige, der Unterhalt begehrt, bedürftig sein. Bedürftig sein heißt, dass man seinen Bedarf nicht selbst decken kann, etwa durch eigenes Einkommen. Als nächstes muss derjenige, der zum Unterhalt herangezogen wird, leistungsfähig sein. Fehlt die Leistungsfähigkeit, ist zu prüfen weshalb. Hier kann es darauf ankommen, ob die Leistungsunfähigkeit verschuldet ist oder nicht. Ist bis hier hin ein Unterhaltsanspruch festzustellen, kann es gleichwohl dazu kommen, dass er vom Gericht abgesprochen wird, wenn ein Fall der so genannten groben Unbilligkeit vorliegt, der allgemein Verwirkung genannt wird. Das ist z.B. bei schweren Straftaten des Unterhaltsgläubigers gegen den Unterhaltsschuldner der Fall. Unterhalt entfällt auch bei Verjährung oder Verwirkung.

Der Kindesunterhalt ist vom Schicksal der Ehe unabhängig. Es spielt keine Rolle, ob die Eltern miteinander verheiratet sind, ob sie zusammen oder getrennt leben oder gar geschieden sind. Der Kindesunterhalt richtet sich nach der Düsseldorfer Tabelle. Zu beachten ist, dass die Oberlandesgerichte so genannte Leitlinien führen, aus denen zu entnehmen ist, wie die dortige Gerichtspraxis zu den einzelnen Fragen der Düsseldorfer Tabelle aussieht. Die Düsseldorfer Tabelle ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, und zwar in das eigentliche Tabellenwerk mit Anmerkungen zum Kindesunterhalt, in den Ehegattenunterhalt, in die Mangelfallberechnung und in den Verwandtenunterhalt nebst Unterhalt nach § 1615 l BGB.

Beim Ehegattenunterhalt unterscheidet man den sogenannten Familienunterhalt, das ist die Rechtslage zwischen Eheschließung und Trennung, den Trennungsunterhalt und den nachehelichen Unterhalt, den man auch Geschiedenenunterhalt nennt. Wichtig ist das ab 01.01.2008 geltende neue Unterhaltsrecht. Insgesamt spielen häufig Fragen der Erwerbsobliegenheit eine Rolle, das heißt ab wann diejenige arbeiten muss, der Unterhalt begehrt und welche Arbeitsleistung derjenige erbringen muss, der zum Unterhalt verpflichtet ist.

Beim nachehelichen Unterhalt gibt es, weil hier der Grundsatz der Eigenverantwortung gilt, das Erfordernis, dass eine bestimmte Anspruchsgrundlage erfüllt sein muss. Während es beim Trennungsunterhalt zunächst genügt, dass die Parteien noch verheiratet sind, muss bei geschiedenen Ehegatten entweder ein Kind betreut werden, ein Fall von Alter und Krankheit vorliegen oder der anspruchstellende Ehegatte entweder erwerbslos sein oder so wenig verdienen, dass er eine Unterhaltsaufstockung verlangen kann (Aufstockungsunterhalt), um auf den ehelichen Lebensstandard zu gelangen. Bei jedem dieser Ansprüche ist heutzutage ganz besonders genau zu prüfen, ob er nicht wegen der Unterhaltsrechtsreform weggefallen oder eingeschränkt ist. Insbesondere gibt es die Möglichkeit, solche Ansprüche zeitlich zu begrenzen oder herabzusetzen (§ 1578 b BGB). Unter bestimmten Voraussetzungen können geschiedene Ehegatten auch Ausbildungsunterhalt oder Unterhalt aus Billigkeitsgründen (Billigkeitsunterhalt) verlangen.

Das Familienrecht regelt ebenfalls die Voraussetzungen und die Rechtsfolgen einer Ehescheidung.

Das Familienrecht unterscheidet wie andere Rechtsgebiete auch zwischen dem materiellen Recht und dem formellen Recht. Das materielle Recht beantwortet die Frage: bin ich im Recht?, das formelle Recht die Frage: wie gelange ich zu meinem Recht?

Wichtig ist beim formellen Ehescheidungsrecht das sogenannte Verbundprinzip. Alle so genannten Scheidungsfolgesachen, die zu der Zeit gerichtlich anhängig gemacht werden, zu welcher das Scheidungsverfahren läuft, sind zwingend mit dem Scheidungsverfahren zu verbinden bzw. mit der Scheidung gemeinsam zu verhandeln und zu entscheiden. Insoweit spielt oft die taktische Frage eine Rolle, ob Scheidungsfolgesachen nicht lieber zurückgestellt werden, bis die Ehe geschieden worden ist, um sie dann im isolierten Verfahren zu verfolgen. Dies kann z.B. beim Zugewinnausgleich sinnvoll sein, besonders bei hohen Forderungen, weil dieser Anspruch erst ab der Rechtskraft der Ehescheidung zu verzinsen ist und man deshalb natürlich zunächst dafür sorgen muss, dass die Ehe schnell geschieden wird, um den Zinsbeginn auszulösen.

Zwingend mit der Ehescheidung ist der Versorgungsausgleich zu regeln, den man also nicht aus eigener Prozesstaktik heraus, wie beim Zugewinnausgleich, abtrennen kann. Beim Versorgungsausgleich unterscheidet man den öffentlichrechtlichen Versorgungsausgleich und den schuldrechtlichen Versorgungsausgleich. Wichtig ist zu wissen, dass neben der gesetzlichen Rente auch Betriebsrenten, Lebensversicherungen und überhaupt alle solchen Altersversorgungsanrechte ausgeglichen werden können, die nicht auf eine einmalige Kapitalzahlung, sondern auf regelmäßige Geldauskehrungen gerichtet sind.

Auch wenn die Bevölkerungszahlen rückläufig sind steht doch eine Erkenntnis fest: die Familie als kleinste Einheit der Gesellschaft wird es immer geben. Es werden immer Paare zusammenleben, teilweise Kinder bekommen oder adoptieren. Allerdings verändern sich die äußeren Erscheinungsformen insoweit, als die Ehe als Modell des Zusammenlebens zwar immer noch die weitaus häufigste Form ist, jedoch die nichteheliche Lebensgemeinschaft zunimmt und auch die eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft. Hierfür stellen Gesetz und Rechtsprechung inzwischen besondere Regeln bzw. ein eigenes Ordnungsrecht zur Verfügung (insbesondere das Lebenspartnerschaftsgesetz).

Trennung und Scheidung können gravierende Auswirkungen haben im Zusammenhang mit dem Sozialversicherungsrecht, insbesondere der Krankenversicherung, dem Erbrecht und dem Steuerrecht. Die Krankenversicherung beispielsweise ist unter Umständen über die Familienversicherung gewährleistet, solange man sich nicht scheiden lässt, endet jedoch im Falle der Scheidung mit der Folge, dass dann erhebliche Kosten entstehen können. Zum Erbrecht ist vielen Betroffenen nicht bekannt, dass das Erbrecht des anderen Ehegatten trotz eingereichten Scheidungsantrages fortbestehen kann. Will man vermeiden, dass der andere erbt, muss man entweder selbst die Scheidung beantragen oder einem vom anderen Ehegatten eingereichten Scheidungsantrag zustimmen. Hat also der andere Ehegatte die Scheidung beantragt und verhält man sich selbst passiv (ohne selbst einen Scheidungsantrag zu stellen oder dem anderen Scheidungsantrag zuzustimmen), bleibt der andere bis zur Rechtskraft der Scheidung Erbe. Dies gilt sowohl bei gesetzlicher Erbfolge als auch bei Vorliegen eines Testaments oder eines Ehevertrages. Grundsätzlich sollte man überprüfen, ob ein Testament widerrufen oder ein Erbvertrag aufgehoben oder geändert werden sollte.

Hierüber sollte sich der rechtsuchende Mandant beraten lassen. Er hat auch einen Anspruch darauf, über die Kostenfrage aufgeklärt zu werden. Das ist vor allem dann wichtig, wenn man selbst den Scheidungsantrag stellen will und der andere Ehegatte sich der Scheidung widersetzt. Wegen des bestehenden Anwaltszwangs lässt sich eine Scheidung ohne Rechtsanwalt nämlich gar nicht bewerkstelligen, so dass es wichtig ist, sich auch über die Kosten zu informieren, aber auch über die Möglichkeit von Beratungshilfe und Prozesskostenhilfe.

Jeder Fachanwalt für Familienrecht hat sich einer umfassenden Prüfung unterzogen und einen mehrwöchigen Lehrgang absolviert. Bei den Prüfungen handelt es sich um mehrstündige Klausuren, auch mündliche Prüfungen sind vorgesehen. Die Kursteilnahme und die Prüfung allein reichen jedoch nicht aus, um Fachanwalt zu werden. Man muss auch eine mehrjährige Praxis mit einer hohen Anzahl von Fällen nachweisen. Der Mandant, der sich an einen Fachanwalt wendet, hat also die Gewissheit, es mit einem erfahrenen und geprüften Juristen zu tun zu haben, der sich hinsichtlich seiner Fragen gut auskennt.

 

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Rechtsanwalt Humburg ist seit seinem 27. Lebensjahr als Rechtsanwalt in Kassel tätig. Einer der Schwerpunkte seiner Tätigkeit ist seit Beginn der Anwaltstätigkeit die Betreuung von Mandanten aus dem Bereich der Immobilienwirtschaft.
Im Jahre 2008 wechselte er in unsere Sozietät.

Rechtsanwalt Humburg ist auch Fachanwalt für Wohnungseigentums- und Mietrecht und in diesem Gebiet sowohl
für Vermieter als auch für Mieter tätig. Schon vor Einführung der Fachanwaltschaften ist er vom Nachrichtenmagazin
Focus in dessen Liste der qualifiziertesten Mietrechtsanwälte Deutschlands aufgenommen worden.

Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt liegt im allgemeinen Zivilrecht, insbesondere im Bereich des Immobilien- und Grundstücksrechts.

Seit dem Jahre 2000 übt Rechtsanwalt Humburg neben seiner Anwaltstätigkeit das Amt des unabhängigen und unparteiischen Notars aus. In diesen Tätigkeitsbereich fallen neben der Beurkundung von Grundstücksgeschäften, Bauträgerverträgen, Begründung und Verkauf von Wohnungseigentum auch die Errichtung von Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen sowie die Gründungen von Gesellschaften sowie die Änderung von Gesellschaftsverträgen.

Zivilrecht
Das Arbeitsrecht ist das Sonderrecht der Arbeitnehmer. Die Rechtsstreitigkeiten aus dem Arbeitsrecht sind der Arbeits-
gerichtsbarkeit zugewiesen. Beim Arbeitsgericht unterscheidet man zwischen dem individuellen Arbeitsrecht und dem kollektiven Arbeitsrecht.

In kaum einem anderen Rechtsgebiet ist der Gesetzgeber so aktiv, wie auf dem Gebiet des Arbeitsrechtes. Das Arbeits-
recht muss den Bedingungen einer sich verändernden Arbeitswelt angepasst werden. In einer zusammenfassenden Regelung des Arbeitsrechtes in einem Gesetzbuch fehlt es immer noch, obwohl dies schon 1896 vom Reichstag gefordert wurde. Verschiedene Versuche ein einheitliches Arbeitsgesetzbuch zu schaffen sind immer wieder gescheitert.

Deshalb ist das Arbeitsrecht auch heute noch in zahlreichen Einzelgesetzen verstreut. Vor den Arbeitsgerichten streiten meistens Arbeitnehmer gegen Arbeitgeber wegen Kündigungsschutz, der Erteilung oder Korrektur von Zeugnissen, wegen Arbeitslohn oder anderer Probleme aus dem Arbeitsverhältnis. Das Arbeitsgericht ist für Arbeitssachen das im ersten Rechtszug zuständige Gericht. Gegen seine Entscheidung ist Berufung oder Beschwerde zum Landesarbeitsgericht,
sowie Sprungrevision oder Sprungrechtsbeschwerde zum Bundesarbeitsgericht zulässig. Die Rechtsanwälte unserer Kanzlei vertreten sowohl Arbeitnehmer, als auch Arbeitgeber außergerichtlich und gerichtlich.

Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Im Rahmen des Mietrechts streiten in der Regel Mieter und Vermieter, manchmal auch Mieter untereinander. Häufige Fälle
sind die Räumungsklage nach einer Eigenbedarfskündigung oder Kündigung wegen Mietverzuges, aber auch Mietzahlungs-
klagen kommen regelmäßig vor. Mietzahlungsklagen resultieren häufig aus Mietminderungen des Mieters aufgrund Miet-
mängeln. Im Gegenzug verlangt der Vermieter häufig die Durchführung von Schönheitsreparaturen. Auch Mieterhöh-
ungen sind häufig Gegenstände von Mietstreitigkeiten. Nach Beendigung des Mietverhältnisses kommt es in manchen Fällen zu Prozessen um die Kaution/ Mietkaution.

Geschäftsraummiete
Die Geschäftsraummiete hat bereits aufgrund des hohen Anteils an gewerblich genutzten Immobilien in der Immobilien-
wirtschaft eine enorme Bedeutung. Maßgeblich zwischen der rechtlichen Beziehung zwischen Vermieter und Mieter ist
zum einen der zwischen diesen abgeschlossenen Geschäftsraummietvertrag. Zum anderen wird das Geschäftsverhältnis zwischen Vermieter und Mieter durc
h gesetzliche Vorschriften (insbesondere durch die mietrechtlichen Vorschriften der
§§ 535 ff. BGB) bestimmt. Nur wenige, spezielle geschäftsraumrechtliche Bestimmungen (§§ 578 BGB bis 580 a BGB) befassen sich speziell mit Mietverhältnissen über Grundstücke und gewerblich genutzte Räume. Im übrigen gelten auch für die Geschäftsraummietverträge die Regelungen des am 01.01.2002 in Kraft getretenen Schuldrechtsmodernisierungs-
gesetzes, das auch für das Mietrecht eine Reihe an Änderungen zur Folge hatte.
Auch wenn früher der Grundsatz galt, dass Verträge gelten, wie sie geschlossen wurden "pacta sunt servanda" ist seit nunmehr 4 Jahren ein Umdenken in der Rechtsprechung feststellbar. Zum einen sind Gewerberaummietverträge durchaus auch im Hinblick auf die Bestimmungen hinsichtlich der Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu überprüfen und zum anderen nähert sich die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes bei einzelnen Vertragsklauseln wie z.B. Schönheitsreparaturen, Kleinreparatur, Kündigungsfristen, usw. immer mehr der Rechtsprechung aus den Wohnraummietverhältnissen an. Für den Nutzer von Gewerberaum bedeutet dies, dass eine regelmäßige Überprüfung seines Mietvertrages stattfinden muss, damit die Rechte und Pflichten des Mieters, als auch des Vermieters ordnungsgemäß wahrgenommen werden können.

Wohnraummietverhältnis
Das Wohnungsraummietrecht hat in den letzten Jahren wesentliche, tiefgreifende Änderungen erfahren. Seit dem 01.09.2001 ist das sog. Mietrechtreformgesetz in Kraft getreten. Wichtige Regelungen des Mietrechtes für private Wohn-
ungswirtschaft wurden neu geregelt und auch zusammengefasst. So sind die Bestimmungen über die Abrechnungen von Betriebs- und Heizkosten mittlerweile im BGB aufgeführt und nicht mehr durch ein spezielles Gesetz geregelt. Das Wohn-
raummietrecht ist ein sog. Schutzgesetz, welches die Mieter gem. dem Sozialstaatsprinzip schützen soll. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Vermieter rechtlos gestellt sind. Vielmehr bietet das Kapitel im BGB eine Vielzahl von Möglichkeiten, vertragswidriges Verhalten der Mieter zu sanktionieren.
Nicht alles, was im Alltag streitig ist, ist durch den Gesetzgeber geregelt worden. Insofern ist insbesondere auf die Frage
der durch den Mieter durchzuführenden Schönheitsreparaturen hinzuweisen. Hier hat es in der Vergangenheit ganz erhebliche Änderungen der Rechtsprechungen gegeben. Eine Vielzahl von Vertragsklauseln sind in diesem Punkt unwirk-
sam geworden, so dass Schönheitsreparaturen, welche in älteren Mietverträgen den Mietern aufgebürdet wurden, in der Regel unwirksam sind und vom Vermieter getragen werden müssen.
Bei Abschluss eines neuen Mietvertrages empfiehlt es sich sowohl für Mieter, als auch Vermieter der genauen Prüfung des Mietvertrages. Eine Vielzahl von Klauseln sind in sog. "Einheitsmietverträgen" unwirksam und bergen für beide Seiten bei Beendigung oder auch Durchführung des Mietvertrages böse Überraschungen.

 

    
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